Testbild mit Text
Presse

Jeder sechste deutsche Rentner lebt (schon heute) in Altersarmut

08.04.2016

Jeder sechste deutsche Rentner lebt (schon heute) in Altersarmut
Deutsche Rentner und Pensionäre müssen sich vielfach einschränken und sparen vor allem an Urlaub und Ausflügen. Insgesamt jeder sechste Rentner ist heute bundesweit von Altersarmut betroffen. Die höchsten Armutsquoten gibt es in Bremen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und dem Saarland.
Für den ersten Altersarmuts-Atlas hat die Stuttgarter Lebensversicherung a.G. repräsentativ 1.120 Rentner und Pensionäre im Alter ab 65 Jahren zu ihren aktuellen Lebensumständen befragen lassen. Das Ergebnis ist ernüchternd. Altersarmut ist demnach schon heute ein zentrales Problem in Deutschland. Etwa jeder Zehnte empfindet seine finanzielle Situation der Umfrage zufolge als „eher schlecht“ oder „schlecht“. Zudem bewerten 38% ihre finanzielle Situation nur als „mittelmäßig“ und 32% hatten sich in finanzieller Hinsicht mehr vom Ruhestand erwartet.
Einschränkungen oft notwendig
40% der Befragten müssen sich im Alltag aus finanziellen Gründen einschränken: Mehr als jeder Vierte spart an Urlauben und Ausflügen, jeder Zehnte an sozialen Aktivitäten und 9% an medizinischer Versorgung. Vielen Pensionären ist bewusst, dass die gesetzliche Rente allein nicht ausreicht. Gut jeder vierte Befragte gibt an, dass die eigene finanzielle Situation „eher schlecht“ oder „schlecht“ wäre, wenn man sich allein durch die gesetzliche Rente verlassen müsste.

Jeder sechste von Altersarmut betroffen

Insgesamt ist der Untersuchung zufolge etwa jeder sechste Rentner von Altersarmut betroffen (16,7%). Regional gibt es deutliche Unterschiede. Mit 21,9% ist der Anteil in Bremen am höchsten. Dahinter folgen Brandenburg Brandenburg (19,7%), Mecklenburg-Vorpommern und das Saarland, in denen je 18,7% der Rentner von Altersarmut betroffen sind. Am niedrigsten ist die Quote in Bayern mit 14,3%. Dahinter rangiert Sachsen, wo 14,6% der Rentner in Altersarmut leben, dicht gefolgt von Hamburg und Schleswig-Holstein (je 14,7%).

Bereits jetzt ein wichtiges Thema

„Altersarmut ist nicht allein Thema zukünftiger Rentner-Generationen“, kommentiert Dr. Linda Dahm, Marketingleiterin der Stuttgarter, die Index-Werte. „Mit der gesetzlichen Rente allein lässt sich der gewohnte Lebensstandard des Erwerbslebens im Ruhestand nicht mehr halten.“ Der Altersarmuts-Index zeige wie wichtig die private Altersvorsorge für jeden Einzelnen ist. „Das ist keine Panikmache der Versicherer. Die sozialen Sicherungssysteme stoßen bald an ihre Belastungsgrenzen. Die gesetzliche Rente wird vielen Älteren zum Leben nicht reichen“, so Dahm. (mh)
 

Informationen zur Riester-Rente finden Sie hier.